
Warum wir unsere Badezimmerheizer einem „Qualitätsprüfungsprozess“ unterziehen
Seien wir ehrlich: Badezimmer sind extrem schwierige Umgebungen. Aufgrund des dichten Dampfs, der ständigen Wasserspritzer sowie der plötzlichen Temperaturänderungen von eiskalt bis saunawarm muss der Heizer wirklich viel aushalten.
Auf der Spezifikationsliste finden Sie oft die Bezeichnung „IP66“. Das bedeutet im Grunde, dass der Heizer Staub sowie Hochdruckwassertreffer überstehen kann. Das ist ein guter Anfang. Doch das Problem ist: Eine Dichtung, die am Anfang perfekt funktioniert, ist nicht unbedingt noch nach sechs Monaten genauso effektiv.
Die seltsamen physikalischen Eigenschaften von Dampf und Wärme
Wir verlassen uns nicht einfach auf die Angaben auf der Verpackung. Jede Charge wird in Tests unter Feuchtigkeit und hohen Temperaturen geprüft, um herauszufinden, wo genau Probleme auftreten können.
Jedes Mal, wenn die Infrarotlampe eingeschaltet wird, dehnt sich der Gehäusekörper aus. Wenn sie wieder ausgeschaltet wird, schrumpft er wieder. Es handelt sich dabei um einen kontinuierlichen Zyklus. Diese Bewegungen führen zu erheblichem Stress auf den Dichtungen. Wenn eine Dichtung auch nur leicht verzerrt wird, kann Feuchtigkeit eindringen.
Sobald Wasser auf die elektrischen Anschlüsse trifft, entsteht Korrosion oder es kommt zu Kurzschlüssen. Deshalb setzen wir diese Geräte in Kamern mit hoher Luftfeuchtigkeit – über tausende von Zyklen hinweg – damit die Dichtungen langfristig funktionieren.
Der Kampf zwischen Wärme und Wasser
Infrarotstrahlung ist großartig, denn sie sorgt bereits im nächsten Moment für angenehme Wärme, sobald man aus der Dusche kommt. Doch diese hohe Wärmedichte führt zu einem Paradoxon: Um den Raum schnell zu erwärmen, wird das Gerät sehr heiß. Wenn wir nicht vorsichtig sind, kann diese innere Wärme die wasserdichten Dichtungen von innen heraus zerstören.
Es handelt sich dabei um ein Gleichgewichtsproblem. Wir verwenden spezielle Materialien, die es ermöglichen, dass die Wärme entweichen kann, ohne dass Wasser eindringen kann. Wir müssen auch auf die Leistung in Watt achten – zu viel Leistung ohne richtiges Lüftungssystem führt dazu, dass die Dichtungen beschädigt werden.
Zuverlässigkeit, die wirklich etwas bedeutet
Im B2B-Bereich reicht es nicht aus, einfach zu behaupten, dass ein Produkt wasserdicht ist. Wir kümmern uns um die Degradationsrate der Produkte. Wir simulieren mehrere Jahre an Badezimmerbedingungen in nur wenigen Wochen intensiver Tests. Wir wollen sicherstellen, dass die Verkabelung und die Lampenanschlüsse nicht oxidieren und kaputtgehen.
Letztendlich möchten wir, dass diese Geräte einfach funktionieren – ohne überraschende Defekte, ohne lästige Wartungsarbeiten und ohne Probleme für diejenigen, die sie installieren.