
Wie man Deckenheizungen wirklich „intelligent“ macht
Die meisten Heizgeräte sind äußerst unpraktisch. Man schaltet sie ein, wartet zwanzig Minuten darauf, dass die Luft warm wird – und in der Zwischenzeit fröstelt man weiterhin. Deckenmontierte Infrarot-Heizgeräte hingegen sind anders. Anstatt die gesamte Raumluft zu erhitzen, strahlen sie die Wärme direkt auf den Menschen ab. Es fühlt sich an, als würde man in einen Sonnenstrahl auf einem sonnigen Frühlingstag treten.
Wärme, die kein Warten erfordert
Das Tolle daran ist: Die Infrarotlampen erreichen ihre maximale Temperatur fast sofort. Es gibt keinen Ofen, der vorgewärmt werden muss, und auch keine Heizkörper, die bereitgestellt werden müssen. Wenn man auf eine Taste am Handy drückt, fließt Strom zum Glühfaden – schon spürt man die Wärme auf der Haut, noch bevor der Wandthermometer eine Veränderung anzeigt. Dadurch entfällt diese nervige Wartezeit, mit der wir alle bei herkömmlichen Heizsystemen zu kämpfen haben.
Einsatz im eigenen Zuhause
Um diese Heizgeräte „intelligent“ zu machen, verbinden wir sie nicht einfach nur mit dem Stromnetz. Stattdessen nutzen wir Relais – meistens vom Typ Zigbee oder Matter – damit die Heizgeräte mit dem Hauptcontroller des Hauses kommunizieren können. Dadurch kann man verschiedene Funktionen nutzen. Man kann beispielsweise „Szenen“ einrichten oder sogar Geofencing nutzen. Stellen Sie sich vor: Sie fahren an einem eiskalten Dienstag nach Hause. Ihr Handy informiert das Haus, dass Sie etwa 500 Meter entfernt sind – daraufhin schalten sich die Heizgeräte ein. Wenn Sie durch die Tür gehen, ist es bereits angenehm warm.
Die Logik hinter dem Ganzen
Ihr Handy aktiviert die „Ich bin zu Hause“-Szenario. Der Controller schickt anschließend ein Signal an das Relais, welches wiederum den Heizkreis einschaltet. Da wir außerdem PIR-Sensoren verwenden, schaltet sich die Heizung ab, sobald man den Raum verlässt. So muss man nicht mehr für die Beheizung eines leeren Hauses bezahlen.
Was man beachten sollte
Es handelt sich dabei nicht um einfache Geräte, die man einfach anschließen kann. Diese Heizgeräte verbrauchen viel Energie. Wenn man versucht, billige, fertig gekaufte Smart-Stecker zu verwenden, wird dieser wahrscheinlich beschädigt. Wir verwenden daher immer spezielle Schaltkreise sowie Relais mit hoher Leistung, um diesen Anstieg der Energieabnahme zu bewältigen. Außerdem sollte man bedenken, dass Infrarotwärme in gerader Linie abgegeben wird. Wenn es in der Nähe einen großen Schrank oder ein hohes Regal gibt, entsteht dort eine „Kaltstelle“. Deshalb nehmen wir uns viel Zeit, um erst einmal die Platzierung der Heizgeräte zu planen. Es geht dabei darum, sicherzustellen, dass die Wärme tatsächlich dort ankommt, wo man sitzt – und nicht nur auf die Oberfläche der Möbel.